Angeborene Fehlbildungen im Bereich von Kiefer und Gesicht entstehen durch äussere Störungen
während der Embryonalentwicklung oder sie sind erblich bedingt. Für die Eltern ist eine Fehlbildung des Neugeborenen immer ein Schock. Das Kind empfindet die psychische Belastung und physische Beeinträchtigung zwar noch nicht. Trotzdem sollten Fehlbildungen so frühzeitig wie möglich behandelt werden, denn bei den erforderlichen Operationen geht es nicht nur um die ästhetische Rekonstruktion des Gesichtes. Vielmehr müssen Spezialisten sicherstellen, dass das Wachstum regelrecht erfolgen, das Kind richtig kauen und schlucken kann und später selbst keine psychischen Beeinträchtigungen davonträgt. Ebenso wichtig ist, dass seine Fähigkeit, später Sprechen zu können, nicht beeinträchtigt ist. Kurz: es geht nicht nur um das Aussehen, sondern speziell auch um die Funktion anatomischer Strukturen. Dieses Ziel können Ärzte nur erreichen, wenn sie sich sehr genau in den komplexen anatomischen Strukturen des Gesichtsschädels (Knochen und Weichgewebe !) auskennen und wissen, wie Struktur und Funktion zusammenhängen. Ebenso müssen sie das Wachstumsverhalten von Knochen und Weichgewebe einplanen und berücksichtigen. Darum sind die MKG-Chirurgen prädestiniert für plastisch-rekonstruktive Operationen im Gesichtsbereich. In spezialisierten Zentren arbeiten sie eng mit Experten anderer, mitunter erforderlicher Fachrichtungen, wie zum Beispiel Neurochirurgen, zusammen.
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